Geschichte

 


Erster Eindruck

Beim Eintreten in die Club- und Anlagenräume befindet man sich als Betrachter in einer original dem Vorbild nachgestalteten Modelleisenbahnanlage im Massstab 1 : 87. Zuerst fällt einem der imposante Nachbau des Bahnhofes Wald in seiner rötlichen Originalfarbe auf. Auffallend sind auch die genauen Nachbildungen der Gleisanlagen mit allen Verbindungswegen. Einzig bei den Längen der Perrongeleise mussten Einschränkungen wegen der Raumgrösse gemacht werden, ohne aber den optischen Gesamteindruck zu trüben.

Alle dem jeweiligen Vorbild entsprechenden Gebäude sind vorhanden und wurden in aufwändiger Handarbeit hergestellt und angepasst. Auf örtliche Gegebenheiten wurde gebührend Rücksicht genommen. Da die Oberländer Bauten nicht im Handel erhältlich waren, wurden in lockeren Exkursionen nach Wald und Bäretswil die originalen Abmessungen genommen, um sie dann in der Clubwerkstatt aus geeigneten Materialien in den Bauabenden nachzubauen. Unterdessen ist der planerische Ausbau der Anlage beendet und es werden noch weitere Aufgaben im Landschafts- und Häuserbau angegangen. Zu diesem Zweck haben sich Arbeitsgruppen gebildet, um gemeinsam zu einem attraktiven Ziel zu kommen.

Als erster Zug rollt eine blaue S-Bahn in den Bahnhof Wald ein und hält vorbildgerecht vor dem Empfangsgebäude. Nachdem der Gegenzug die Szenerie gekreuzt hat, kann die S-Bahn ihren ca. 10 Minuten dauernden Rundkurs beginnen. Dieser führt durch die drei Anlagenräume, passiert die zwei dreistöckigen Kehrschleifen und auch verschiedene Tunnels. Die Strecken und Züge der Clubanlage werden von einer elektronischen Steuerung überwacht und geleitet, um Unfälle jeglicher Art zu verhindern. Diese Steuerung wurde vom Gründungsmitglied Werner Schürmann evaluiert und in die Anlage eingebaut. Es wurden insgesamt etwa 20 km Kabel und Drähte zur Steuerung und Stromversorgung der Züge verlegt. Alle benötigten Schalt- und Steuerungsprints wurden von den Mitgliedern in fleissiger Handarbeit selber gelötet und vor dem Einbau auch funktionsgeprüft. Der Erfolg und die Funktion der Steuerung hat alle Erwartungen bei weitem übertroffen und sind ein Garant für einen störungsfreien Bahnbetrieb auf der Clubanlage. Alle auf der Anlage verkehrenden Fahrzeuge sind im Eigentum des EAU und können deshalb freizügig verwendet werden. Gastzüge von Mitgliedern sind, soweit sie den gegebenen Normen und Vorschriften entsprechen, zum Verkehr im “Zürcher Oberland“ gerne zugelassen und helfen, ein breiteres Spektrum an Fahrzeugen dem Zuschauer zu präsentieren. Gemäss dem SBB-Vorbild fahren unsere Züge links. Um all die verschiedenen technischen Fragen zu klären, steht allen Mitgliedern eine Bibliothek zur Verfügung, in welcher ein grosses Spektrum Bahntechnik und -Geschichte aufbewahrt wird.